Schmillinghausen
Schmillinghausen liegt im Norden des Ferienlandes Waldeck in einer
wunderschönen Mittelgebirgslandschaft umgeben von Wäldern
und Wiesenschluchten, die zu ausgiebigen Wanderungen einladen. Nach
Meinung der Siedlungsgeschichtler wurde Schmillinghausen
in der zweiten Siedlungsperiode zwischen 400 und 800 nach Christus
gegründet. Die erste Erwähnung findet sich in einer Urkunde
aus dem Jahre 1312 , in der Schmillinghausen als selbstständiger
Pfarrort ernannt wurde.

Schmillinghausen ist auch heute noch stark von Landwirtschaft geprägt. Neben
vielen Nebenerwerbslandwirten gibt es auch noch ein paar
hautperwerbstätige Betriebe.
Mit der Fertigstellung der Umgehungsstraße, der stark befahrenen B252,
kehrte Ruhe in den Ort ein. Die alte Ortsdurchfahrt wurde zurück
gebaut und ist nun eine Tempo 30 Zone.
Sehr bekannt geworden ist Schmillinghausen durch die Schriftstellerin
Christine Brückner, die 1996 nach ihrem Tod, die letzte Ruhestätte
auf dem Friedhof fand.
In der evangelischen Kirche befindet sich die Noeske-Orgel, die 1990
feierlich eingeweiht wurde. Diese Orgel wurde von Christine Brückner
gespendet und hat 16 Register sowie zwei Manuale plus Pedal.
Gottesdienst und Kindergottesdienst wird jeweils Sonntags um 10:30 Uhr
gefeiert.
Besichtigungen der Kirche sind möglich, einen Infozettel mit den
Ansprechpartnern findet man an der Tür des Gotteshauses.
Neben der Kirche befindet sich der kirchliche Kindergarten, der derzeit von
etwa 15 Kindern besucht wird. Wieder einige Meter weiter
befindet sich der Spielplatz, der über eine Rutsche, eine Schaukel
und einen großen Sandkasten verfügt. Ein weiterer Spielplatz wurde
im Neubaugebiet direkt neben dem Sportplatz errichtet.
Dort befindet sich auch ein Kleinsportfeld, welches für mehrere Sportarten
Möglichkeiten bietet. Für Feierlichkeiten stehen gleich mehrere
Lokalitäten zur Verfügung. Die große Festhalle, die kleine Halle,
die Grillhütte am Ortsrand oder der Jugendraum, der ebenfalls von der
Kirche betrieben wird.

Gerade das Vereinsleben in Schmillinghausen ist sehr vielseitig.
Freizeitaktivitäten gibt es daher in großer Auswahl. Neben dem Sport-
verein der Fussball, einen Lauftreff und eine Tanzgruppe bietet
gibt es noch die Feuerwehr, den Männergesangverein, den Frauenchor
„sing mit uns“, die Schützengesellschaft und den Posaunenchor.
Schmillinghausen gehört mit rund 500 Einwohnern zu Bad Arolsen und wurde im
Jahre 1974 eingegliedert.
Quellennachweis: Wikipedia,
Oliver Lippe
Fotos: Oliver Lippe (c) 2005-2011
„De Schmillingser Heiweltenkrömers“
Schmillinghausen
liegt in einer reizvollen Landschaft, die durch die Bundesstraße B 252 in
zwei Teile geteilt wird. Im Westen sind es der
Holzhäuser Grund, der Pessinghäuser Grund und der
Sprengelgrund, die sich tief in den herrlichen Hochwald hineinziehen und mit
ihren
grünen Wiesen und Weiden eine einmalige Parklandschaft
bilden. Im Osten und nach Norden hin liegt „der Stock“, ein weites, schönes
Waldgebiet. Und überall in den Wäldern, im Westen und
Osten, wuchsen früher einmal in großen Mengen die köstlichsten Heidelbeeren.
Ganz selbstverständlich, dass zur Erntezeit die
Schmillinghäuser Frauen und Kinder scharenweise in die Wälder zogen und dort
die dunkel
glänzenden Beeren einheimsten. Sie brachten sie in die
nahegelegene Residenz Arolsen, wo sie für Ihre „Heiwelten“, wie die
Heidelbeeren
auf Schmillinghäuser Platt genannt wurden, bereitwillig
Abnehmer fanden.
Die Arolser aßen gern Heidelbeerkuchen und die Schmillinghäuser freuten
sich, ihren schmalen Geldbeutel etwas auffüllen zu können.
So war beiden geholfen. Daß man die geschäftstüchtigen
Schmillinghäuser „de Heiweltenkrömers“, die Heidelbeerenkrämer, nannte, wird
sie wenig gekümmert haben.
Heute wäre dieser Name nicht mehr am Platz, die Heidelbeeren sind stark
zurückgegangen. Man findet sie nur noch hier und da in kleinen Überresten.
(Aus „Waldecker
Ortsspott“ Gesammelt und erforscht von Ludwig Bing, entnommen aus dem
Waldeckischen Ortssippenbuch (Band 38 Schmillinghausen )






